Dein Intranet wird ignoriert. Nicht persönlich nehmen.
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Aktualisiert: vor 1 Tag
Wenn Informationen nur veröffentlicht statt wirklich relevant gemacht werden, hilft auch das schönste Design nicht mehr weiter.

Wenn Informationen nur veröffentlicht statt wirklich relevant gemacht werden, hilft auch das schönste Design nicht mehr weiter.
Ein neues Intranet ist schnell angekündigt. Neue Startseite, modernes Design, ein paar News, vielleicht noch ein Mitarbeiterverzeichnis und ein Bereich für Dokumente. Technisch ist alles da. Trotzdem passiert nach dem Go-live oft wenig.
Die Zugriffszahlen bleiben niedrig. Wichtige Inhalte werden nicht gefunden. Mitarbeitende fragen weiter per E-Mail oder Teams nach Informationen, die angeblich längst im Intranet stehen. Und irgendwann kommt der Satz: „Das nutzt eh keiner.“
Das Problem ist selten das Intranet allein. Das Problem ist meistens der fehlende Plan dahinter.
Ein gescheitertes Intranet Projekt
Ein Intranet scheitert nicht, weil Menschen grundsätzlich gegen neue Plattformen sind. Es scheitert, wenn sie keinen klaren Nutzen erkennen. Wenn sie sich nicht zurechtfinden. Wenn Inhalte zwar vorhanden, aber nicht auffindbar sind. Wenn neue Prozesse komplizierter wirken als die alten. Wenn niemand erklärt, warum sich etwas ändert. Und wenn die Mitarbeitenden erst beim Go-live merken, dass wieder einmal eine neue Lösung für sie gebaut wurde, aber nicht mit ihnen.
Dann entsteht Widerstand. Nicht immer laut, aber sehr wirksam.
Menschen nutzen digitale Werkzeuge nicht, weil sie schön gestaltet sind. Sie nutzen sie, wenn sie ihnen Arbeit abnehmen, Orientierung geben und verlässlich funktionieren. Genau deshalb reicht es nicht, Inhalte einfach zu veröffentlichen. Informationen müssen relevant gemacht werden: für Rollen, Standorte, Aufgaben, Situationen und konkrete Bedürfnisse.
Dafür braucht es mehr als Technik.
Ein gutes Intranet braucht eine klare Strategie, saubere Informationsarchitektur, verständliche Navigation, gepflegte Inhalte, sinnvolle Governance und ein realistisches Betriebskonzept. Vor allem braucht es Adoption und Change-Management. Nicht als Zusatzpaket am Ende, sondern als festen Bestandteil des Projekts.
Wer Lösungen für Mitarbeitende baut, sollte Mitarbeitende auch einbinden. Man muss sie nicht über jedes Detail abstimmen lassen. Aber man sollte verstehen, was sie suchen, wo sie heute hängen bleiben, welche Informationen fehlen und welche Prozesse ihnen unnötig Zeit kosten.
Das ist kein Luxus. Das ist die Grundlage für Akzeptanz.
Ein gutes Intranet wird nicht dadurch erfolgreich, dass es online geht. Es wird erfolgreich, wenn Menschen es verstehen, ihm vertrauen und es freiwillig nutzen, weil es ihre Arbeit einfacher macht.
Sonst bleibt es nur eine schön gestaltete Ablage mit Startseite.


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